Ein rundum gelungenes Gebäck

Publiziert: 16 August 2020

Einst vom Aussterben bedroht, ist das Bedretter Gebäck seit einigen Jahren wieder auf dem Vormarsch. Zum Glück. Es ist zu lecker, um sich einfach aus dem Staub zu machen.

Wer würde, wenn er das Wort "Süssgebäck" hört, an etwas denken, das vom Aussterben bedroht ist? Doch auch kulturelle Errungenschaften können verschwinden. Zu diesen gehört eine Tessiner Spezialität: Pastefrolle aus dem Bedrettotal. Dort war das mürbe Traditionsgebäck einst höchst beliebt und wurde zu besonderen Anlässen gebacken, zu Kirchen- oder Dorffesten. Doch wie so vieles im Zeitalter von Industrienahrung und Fastfood, geriet es zunehmend in Vergessenheit.

In bester Gesellschaft


Wäre da nicht Paul Forni gewesen. Er kannte die S-förmigen, goldgelben Versuchungen noch aus seiner Kindheit. Mit aller Kraft kämpfte er darum, sie wieder populärer zu machen. Im Jahr 2007 nahm sie die internationale Organisation "Slowfood" in ihr Programm "Arche" auf. Dort sind auch schon andere Tessiner Raritäten aufgelistet, wie die Farina bóna, aus dem Onsernonetal, Zincarlin-Käse aus der Val da Mücc oder die Ziegenwurst Cicitt aus den Tälern des Locarnese.

Gutes in jedem Detail


Mittlerweile sind Pastefrolle im ausgewählten Detailhandel erhältlich. Geniessen sollte man sie aber nicht nur wegen ihres Geschmacks. Auch die Zutaten sind etwas Besonderes. Ausser dem Zucker stammen alle aus dem Tessin: das Mehl aus steingemahlenem Weizen, die Eier aus Bodenhaltung und die Butter aus der Gotthard-Käserei in Airolo. Die Verpackung übernimmt die Fondazione Diamante, eine Stiftung, die sich für die Rehabilitation und Integration von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Und die Pastefrolle von Paul Forni sind sogar mit dem Gütesiegel Marchio Ticino versehen.

Info

Lokales Tourismusbüro


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