Flüssiges Gold vom Ceresio

Publiziert: 20 Juni 2021

Vor allem an den sonnigen Hängen des Luganersees gedeihen prächtige Olivenbäume. Aus ihnen gewinnen die Tessiner ein hochwertiges und gesundes Öl.

Das Tessin ist die einzige Region der Schweiz, in der Olivenbäume im Herbst reife Früchte tragen. Das ist keineswegs selbstverständlich. Zwar geht die Kultivierung von Ölbäumen auf eine uralte Tradition zurück. Vor allem im Süden des Kantons gab es einst stattliche Pflanzungen. Verheerende Winter im 18. und 19. Jahrhundert machten ihnen aber den Garaus.

Tessiner Öl im Trend


Dank der Initiative einiger privater Enthusiasten erlebt der Olivenanbau heute aber wieder eine Renaissance. Rund 7'000 Bäume registrierte der Verein Associazione Amici dell’ Olivo (AAO) im vergangenen Jahr – Tendenz steigend. 18.200 Kilo Oliven konnten 2020 geerntet werden, aus denen 2'000 Liter Öl gewonnen wurden. Vor allem an den Sonnenhängen des Luganersees gedeihen wieder grössere Bestände. Durch diese Haine führt der ziemlich steile Oliven-Lehrpfad und wertet sie auch touristisch auf. In der Regel sind es moderne Züchtungen. In Gandria hat in der Nähe des Friedhofs aber auch noch eines der wenigen Exemplare mit altem Genmaterial überlebt.

Lebensbaum mit Zukunft


Bescheinigt wird dem Tessiner Öl eine gute Qualität und ein fruchtiger Geschmack, ideal zu Käse, Fisch, Nudeln, hellem Fleisch und Hülsenfrüchten. Es ist etwas teurer als das handelsübliche flüssige Gold. Doch eine Flasche enthält nicht nur bestes Öl, sondern auch viel Handarbeit – und die Hoffnung, dass die historische Präsenz des "Lebensbaums" im Tessin wieder eine Zukunft hat.

Info

La Bottega di Gandria
Piazza Lucchini 1 - 9
6978 Gandria
+41 91 797 17 17
info@luganoregion.com

www.luganoregion.com
www.ticino.ch

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