Besuch im Schlaraffenland der Armen

Publiziert: 30 September 2018

Einst galt die Kastanie als Brot der Armen. Wohl, weil dieses überall im Wald zu finden war. Wie die Kastanie aber einst kultiviert und verarbeitet wurde, zeigt der wunderschöne Kastanienweg auf.

Die Kastanie ist eine typische Baumart der Alpensüdseite, welche zwischen 200 bis 1000 Metern über Meer wächst. Der Baum kann eine Höhe von 25 bis 30 Metern und ein Alter von mehr als tausend Jahren erreichen. Die gesamte Fläche der südalpinen Kastanienwälder erstreckt sich auf ungefähr 26’000 Hektaren. In unseren Breitengraden ist der Baum vor etwa 2000 Jahren durch die Römer eingeführt worden und hat mehr als alle anderen Baumarten in Europa lebenswichtige Bedeutung erlangt.

Laufend informiert


Ein Themenweg, der im Alto Malcantone durch die vier Dörfer Arosio, Mugena, Vezio und Fescoggia über 15 Kilometer durch sanfte Hügellandschaft führt, verläuft durch Kastanienselven, Birkenwälder, entlang an Bächen und Wiesen. Acht im Gelände installierte Stationen informieren auf dem rund fünfstündigen Rundgang über die Verarbeitungsprozesse und Verwendung des Holzes, über die Kastanie selber und über die daraus erzeugten Produkte.

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Einst wurde der Bevölkerung das Recht zugesprochen, auf öffentlichem Grund Bäume anzupflanzen. So entstanden die Kastanienhaine. Die Bäume wurden gekennzeichnet und vor einem definierten Tag gehörten die herabfallenden Früchte dem Besitzer. Danach waren die Kastanien Allgemeingut. Zwar hat sie ihre Bedeutung als Grundnahrungsmittel verloren, doch hält die Kastanie wieder vermehrt Einzug in der Tessiner Küche. Selven werden aufgewertet und sind, wie hier im Malcantone, eine Attraktion.

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