Wo einst der Wolf in die Falle tappte

Publiziert: 16 September 2018

Die felsige Landschaft bei Bignasco im Maggiatal birgt zahlreiche Zeugnisse vergangener Zeiten wie Felsunterbauten, terrassierte Felder oder die alte Wolfsfalle im Gebiet "Sott Piodau".

"Sott Piodau" – die mächtige Felsplatte (pioda) am Hang oberhalb der südlichen Zufahrt nach Bignasco ist Namensgeberin für ein Gebiet, das die Traditionen des ursprünglichen Tessins widerspiegelt. Zwischen den auf den ersten Blick unwirtlichen Felsblöcken verbergen sich von Menschenhand geschaffene kleine Wunderwerke wie Kellergewölbe, auf Terrassen angelegte Anbauflächen oder eine historische Wolfsfalle.

Dem Jäger in die Falle gegangen


Die Wolfsfalle, auf Tessiner Dialekt lüera genannt, stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Ein gewaltiger Monolith sowie bis zu sieben Meter hohe Trockenmauern prägen das einzigartige Bauwerk, das eine Fläche von rund 100 Quadratmetern umschliesst. Die Beute wurde mit einem lebenden Köder angelockt. Sobald der Wolf durch die kleine Öffnung ins Innere des Steingebildes gelangte, schnappte die Falle zu.

Der Mensch trotzt der Natur


Die steinerne Landschaft von "Sott Piodau" deckt erst bei näherem Hinsehen auf, wie viel Arbeit einst die Menschen in diese Natur gesteckt haben. Die Felsunterbauten dienten als Ziegenstall oder Heulager. Käse, Wurst und Wein fanden in abschliessbaren Felsenkellern Platz. Daneben sind noch heute terrassierte Felder sowie ein Kastanien-Trockenhäuschen zu sehen.

"Bignasco… e la lüera" ist einer von rund dreissig Sentieri di pietra (Steinwegen) im Maggiatal.

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