Historisches beim Quellenstudium

Publiziert: 11 August 2019

Wer die Quelle der Verzasca sucht, findet sie auf 2'318 Metern Höhe unterhalb des Pizzo Barone – und auf dem Weg dorthin eine faszinierende Landschaft und urige Zivilisationsreste.

Viele empfinden das Verzascatal als ziemlich wild. Sein nördliches Seitental aber, das Val Vegornèss, übertrifft es noch an Ursprünglichkeit. Es fasziniert aber nicht nur deshalb, sondern auch, weil die Wanderung auf dem Ethnografischen Pfad einer Zeitreise in eine immer fernere Vergangenheit gleicht.

Archaische Unterstände


Los geht’s per pedes oder Velo am Ende des Verzascatals in der Gemeinde Sonogno. Hier enden sowohl die Kantonstrasse als auch die Postbuslinie. Beim Weiler Cabiói trifft man auf die Reste alter Staumauern, die im 19. und 20. Jahrhundert dazu dienten, den Fluss für den Holztransport nutzbar zu machen. Aus welcher Zeit die urtümlichen, unter Felsblöcken gemauerten Unterstände, die "Sprügh", stammen, weiss niemand so genau. Nur eins: Sie bieten schon wer-weiss-wie-lange Mensch und Vieh Schutz vor den Unbilden der rauen Natur, einen primitiven zwar nur, aber immerhin.

Zur Quelle der Verzasca


Bis hierher war die circa zweistündige Wanderung leicht. Der Lauf der Verzasca ist zu 95 Prozent abgeschritten. Wer’s sportlicher mag, wagt sich noch höher hinauf. Schliesslich bietet das Val Vegornèss tolle Wandermöglichkeiten, auch mehrtägige, bis hin zum Schwierigkeitsgrad T6 auf der SAC-Skala. Wer in der einsamen Höhe nächtigen will oder muss, kann das ebenfalls, beispielsweise im Rifugio Cògnora (1’938 Meter) oder gar im Rifugio Barone (2'172 Meter), in dessen Nähe die Verzasca entspringt.

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