Sonogno liegt vor dem Mond

Publiziert: 11 August 2019

Sonogno ist das letzte Dorf des Verzascatals. Doch schon die Bibelschreiber wussten: Die Letzten werden die Ersten sein. Und manchmal auch die Schönsten.

Es liegt hinten. Zuhinterst. Nach ihm das Nichts. Natürlich nicht. Nach ihm Weiden und Berge. Kühe, Ziegen und Wanderer. Feldwege und ausgetretene Pfade. Das letzte Dorf des Verzascatals ist weit weg vom hochzivilisierten Schuss. Eindeutig. Und gerade das macht es so attraktiv. In Sonogno wird einem klar, wie es auf dieser Welt einmal war und vielleicht nie mehr sein wird. Ruhiger in erster Linie. Einsamer. Einfacher. Besser? Na ja...

Zurück in bäuerliche Welten


Schön ist er jedenfalls, der Ort mit den alten Steinhäusern, dem neu gepflasterten Dorfplatz und den lauschigen Gassen. Noch weiter zurück in die bäuerliche Geschichte Sonognos führen die im Museum ausgestellten Alltagsgegenstände. Rund tausend sind es. Die ehemalige Casa Genardini wurde im Jahr 1974 zum Museum umfunktioniert. Nicht weit davon entfernt steht ein alter Brotbackofen, dem noch heute zwischendurch so richtig eingeheizt wird.

Wollene Kostbarkeiten und sakrale Geschichte


Einen Besuch wert ist auch die Casa della Lana, das Haus der Wolle. Dort verarbeiten Handarbeiterinnen heute noch Schafwolle zu handgefertigten Kostbarkeiten. Und auch Sakrales kommt in Sonogno nicht zu kurz. An der Mauer eines Bauernhauses im oberen Teil des Dorfkerns ist ein Fresko angebracht, welches das Jüngste Gericht darstellt. Fazit: Zuhinterst zu liegen, bedeutet keinesfalls, hinter dem Mond zu leben.

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