Die Nuss-Kastanien-Connection

Publiziert: 29 September 2013

Nuss und Kastanie – kann das gut gehen? Das kann es nicht nur, das tut es auch wirklich. Konditor Carlo Wirth aus Carona ist der Vater der ungewöhnlich feinen Nusskastanientorte.

Die Engadiner Nusstorte ist ein Begriff. Das Tessiner Pendant dazu – der Kastanienkuchen – nicht minder. Doch was passiert, wenn aus den beiden eins wird? Das kann doch nicht gut gehen, denken Sie jetzt vielleicht. Nusskastanienvereinigung – tönt staubtrocken und fad, nicht wahr? Manchmal aber werden aus den unmöglichsten Liaisons lang anhaltende Liebesgeschichten. Beissen Sie also erst einmal in ein Stück Turta da nus e castégn, bevor Sie das seltsame Bündnis verurteilen. Sie werden überrascht sein.

Lust auf Neues


Vater der Nusskastanientorte ist Carlo Wirth aus Carona. Von Kindesbeinen an in der familieneigenen Konditorei tätig, liebt er es, Neues auszutüfteln. Mit seiner ureigenen Engadiner Nusstorte ist er im Tessin schon seit Jahren erfolgreich. Vor einiger Zeit packte ihn die Lust auf mehr, auf anderes. Wen wundert es, dass der Südschweizer als Erstes an die Kastanie dachte. Dass er von der Nuss nicht lassen wollte, mag indes erstaunen. Sollte es aber nicht. "Die Tessiner Wälder sind schliesslich voll von Kastanien und Nüssen", erklärt der leidenschaftliche Feinbäcker seine ungewöhnliche Wahl.

Der Bund fürs Leben


Nach zahlreichen Testläufen ward seine neueste Kreation geboren. Von aussen sieht der Nusskastanienkuchen der Engadiner Nusstorte zum Verwechseln ähnlich. Dem geübten Gaumen entgehen die feinen Nuancen aber nicht. Da! Der unnachahmliche süsslich-rauchige Geschmack der Kastanie ist unverkennbar. Und der beigemischte Tessiner Grappa gibt der Füllung eine weich-fruchtige Note. Wirths Turta da nus e castégn ist in den Tessiner Migros-Filialen erhältlich. Es lohnt sich, sie zu kosten. Sie ist der Beweis, dass aus einer Liebelei durchaus ein Bund fürs Leben werden kann.

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