Die stolzen Palazzi von Comologno

Publiziert: 22 August 2021

Auch aus kultureller Sicht ist das Onsernetal ein Kleinod: In den stolzen Herrenhäusern von Comologno etwa traf sich einst die Elite der europäischen Intellektuellen- und Künstlerszene.

Wer hätte das gedacht: dass das für seine wilde, ursprüngliche Natur bekannte, vom normaltouristischen Geschehen abgelegene Valle Onsernone ein kultureller Hotspot im Tessin ist – und zwar nicht nur für Liebhaber bäuerlicher Sakralkunst. Mehr noch: Wer sich der Kulturwelt des Südkantons intensiver nähern will, kommt an diesem Tal nicht vorbei – konkret an Comologno.

Treffpunkt der Künstlerszene


Das Dorf ist an sich schon einen Besuch wert, als da im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz als von nationaler Bedeutung eingestuft. Auffällig sind die schmucken, teils mit Fresken verzierten Zivilbauten, allen voran der Palazzo della Barca. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts scharte sich hier die Crème de la Crème der europäischen Intellektuellen- und Künstlerszene rund um die Hausbesitzerin und Schriftstellerin Aline Valangin, so die Maler Hans Arp nebst Gattin Sophie Täuber-Arp, Meret Oppenheim und Max Ernst, die Literaten Kurt Tucholsky und Golo Mann, der Psychoanalytiker C. G. Jung und der Komponist Wladimir Vogel – um nur einige zu nennen.

Wohnen à la Valangin


Wer sich in die damalige Epoche hineinversetzen möchte, sollte die Romane von Aline Valangin lesen, in denen sie das Leben in Comologno und im Onsernonetal beschreibt. Doch auch physisch ist eine Zeitreise möglich, denn unweit der Barca wurde ein ehemaliges Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert zum Hotel umgebaut, die Villa Gamboni – ein Gebäude mit nur fünf Zimmern, aber einem einmaligem Ambiente, voller Antiquitäten und nostalgischer Winkel.

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