Vom Stroh zum Hut

Publiziert: 23 August 2020

Das Onsernonetal erlebte ein goldenes Zeitalter, als aus Roggenstrohhalmen lange Zöpfe geflochten wurden und daraus Strohhüte entstanden. Heute wird diese alte Tradition wieder gepflegt.

Vor allem im vorletzten und Anfang des letzten Jahrhunderts erlebte das Onsernonetal einen Aufschwung, als vom kleinen Mädchen bis zur alten Nonna alle mit dem Flechten von Strohzöpfen beschäftigt waren, welche zu Strohhüten weiterverarbeitet und in die ganze Welt exportiert wurden. Das Museum von Loco dokumentiert diese Epoche. Erst die Industrialisierung und Importwaren stoppten diesen Boom.

Geflochten


Die meterlangen Strohzöpfe, welche die damaligen Frauen Tag und Nacht und schier noch im Schlaf flochten, werden heute maschinell hergestellt und teils eingefärbt, teils in Naturfarbe belassen, importiert. Daraus entstehen im Atelier von Pagliarte in Berzona Deko- und Gebrauchsgegenstände wie Tischsets, Gürtel, Taschen, Körbe, Schlüsselanhänger und natürlich auch Hüte in den verschiedensten Farben und Formen.

Und genäht


Das traditionelle Kunsthandwerk wieder aufgenommen und die gleichnamige Vereinigung gegründet haben vier Frauen aus dem Tal, welche das Atelier und den Verkaufsladen betreiben. Wer seinen ganz persönlichen Strohhut haben möchte, kann zwischen vielen Farben und Stilen wählen und sich das besondere Stück auf Mass anfertigen lassen. Geschenkartikel werden auf Bestellung auch gerne verschickt.

Info

Pagliarte
6661 Berzona
+41 79 770 77 40
onsernone@pagliarte.ch
de.pagliarte.ch
www.ascona-locarno.com
www.ticino.ch

Wann

Dienstag 09.30-12.00 Uhr, Freitag 14.30-17.00 Uhr

Wo

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