Der Zauber des Aschenputtel-Tals

Publiziert: 15 September 2013

Nicht Prinzen und Prinzessinnen tanzen in diesem Seitental in der unberührten Natur. Zu steil geht der Weg hinan, bis man sich dem Zauber dieses hübschen Seitentals ergeben kann.

Acht Gemeinden bilden das Abseitstal im italienischsprachigen Graubünden. Und sie heissen auch südlich dementsprechend: Arvigo, Braggio, Buseno, Castaneda. Cauco, Rossa. Selma und St. Maria/Calanca. Auf der entsprechenden Internetseite wird nicht nur Neues, die Veranstaltungen, der Zugang zu den Gemeinden und der Tourismus thematisiert, sondern auch der Strassenzustand. Das kommt nicht ohne Grund. Die Strasse weg vom Misox ist steil und eng. Sie wurde endlich ausgebaut, und die Bauhindernisse sind Vergangenheit.

Ursprünglich, weil abgelegen


Das Tal hat einen eigenen Forstbetrieb und einen Fotografen. Land- und Bauwirtschaft teilen sich das Brot. Das Calancatal ist wahrlich eines der abgelegensten Täler der Schweiz. Damit hat es sich in einer kurzlebigen Zeit eine heute wieder trendige Eigenheit bewahren können: seine Ursprünglichkeit. Heute wird das wieder vermehrt geschätzt. Je mehr man sich hineinbegibt, desto mehr erfährt man den Klimawechsel. Vom tessinerisch-milden gerät man ins hochalpine Klima mit seiner ursprünglichen Kraft.

Von der Aus- zur Erwanderung


Seit Generationen sind die Dörfer von der Auswanderung betroffen. Das Land reichte nie für viele aus. Die stattlichen Häuser deuten auf erfolgreiche Migration und geglückte Rückkehr hin. Die beiden auffällig stolzen Barockkirchen sind das Werk des Armenordens der Kapuziner. Heute gelten die Sta. Maria und die Sta. Domenica als zwei der bedeutendsten Barockkirchen des Bündnerlandes. Bereits für die Bronzezeit finden sich in Castaneda Siedlungsspuren, welche im dortigen kleinen Museum abgelegt sind.
Heute zieht das Tal vor allem Wanderer an. Zwischen dem Val Calanca und dem Misox führt einer der spektakulärsten Höhenwege dem schroffen Gebirgskamm entlang. Der 50 km lange Sentiero Alpino führt den Wanderer zu kühnen Übergängen, atemberaubenden Aussichten und wunderschönen Bergseen. Sie verlangt im Gegenzug Kondition und Durchhaltevermögen.

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