Flüssiges Gold in dunklen Flaschen

Publiziert: 9 September 2018

Es ist köstlich, aber rar. Das Tessiner Olivenöl ist ein Nischenprodukt, nach dem es schnell zu greifen gilt. In wenigen Wochen ist am Luganersee wieder Erntezeit.

Tessiner Olivenöl... nein, sorry, freuen Sie sich nicht zu früh. Tessiner Olivenöl gibt es zurzeit nicht. Denn das im letzten Jahr gepresste ist ausverkauft und das neu zu pressende hängt noch in Olivenform an den Bäumen. So ist die Geschichte des Tessiner Öls also eine Geschichte des Wartens und Zuschlagens im richtigen Moment. Wann der ist? Kommt immer darauf an, was genau Sie wollen...

Wenig aber wunderbar


Also: Wer Tessiner Olivenöl kosten möchte, dem sei ein Besuch in der Bottega di Gandria empfohlen. Am besten im Frühling, wenn das kalt gepresste Öl frisch abgefüllt in den Regalen des Feinkostladens landet. Die Flaschenmenge ist beschränkt, denn im Südkanton werden nur etwa 4'000 Olivenbäume kultiviert. Die rund vier Tonnen Oliven, die jährlich gelesen werden, ergeben um die 300 Kilo Öl.

Von Hand ernten


Wer das feine Pflanzenprodukt nicht nur gepresst über dem Tomatensalat oder der Pasta glänzen sehen, sondern den Weg vom Baum in die Flasche live erleben möchte, sollte die Lese im Oktober oder November – je nach Witterung – nicht verpassen. Im Olivenpark in Gandria machen sich Jahr für Jahr Freiwillige daran, die reifen Früchte von den etwa 200 Bäumen in mühevoller Handarbeit zu ernten. Schön ist ganz einfach auch ein Spaziergang durch die Olivenhaine hoch über dem Ceresio.

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