Honig aus dem Südkanton

Publiziert: 26 Mai 2013

Die Produkte der emsigen Bienen im Tessin lassen sich sehen: Dank der geografischen Verschiedenheit, werden unterschiedliche Honigsorten produziert, von Nord bis Süd.

"Einstein soll gesagt haben, wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus" – dies ist auf der Internetseite des Films "More than Honey" von Markus Imhoof zu lesen. Der Dokumentarfilm, der eine Hommage an die Bienen ist, wurde letztes Jahr auf der Piazza Grande im Rahmen des Filmfestivals von Locarno gezeigt und war ein Erfolg.
Denkt man an Bienen, kommt einem unweigerlich der Honig in den Sinn – das goldene Produkt der emsigen Insekten. Honig wird schon seit Menschengedenken produziert und als Nahrungsmittel benutzt. Die Gewinnung mag sich jedoch geändert haben. In der Schweiz wird von Nord bis Süd und von Ost bis West Honig produziert, so auch im Tessin. Dank der geografischen Verschiedenheit des Kantons werden unterschiedliche Honige hergestellt – vom Gotthardmassiv bis zum milden Klima an den Seeufern.

Verschiedene Honigarten


Die meisten Imker im Tessin halten Bienen, die in einem Umkreis von zwei bis drei Kilometern den Nektar einsammeln. So können bis zu zwei verschiedene Honigsorten produziert werden. Andere Imker machen mit ihren Bienenvölkern die Transhumanz durch und folgen den verschiedenen Blütenzeiten in den Alpen, wobei sie diverse Honigsorten gewinnen können. Der Tessiner Honig par excellence ist der Kastanienhonig. Ab Mitte Juni sammeln die Bienen im Sopra- wie im Sottoceneri den Nektar der Kastanienbäume ein. Der Lindenblütenhonig entsteht ebenfalls um diese Jahreszeit in höheren Lagen des Maggia-, Verzasca- und Bleniotals, sowie in der Riviera und der Leventina. Oft wird der Kastanien- mit dem Lindenblütenhonige gemischt, da die Pflanzen die gleiche Blütenzeit haben. Ebenfalls in höheren Lagen, bis zu 2500 m ü. M., wird der Rhododendrenhonig produziert, hauptsächlich im Sopraceneri. Oft enthält er auch Spuren von Heidelbeeren, Thymian und anderen Pflanzen. Als letztes wäre der Akazienhonig zu nennen – seine Zucker kristallisieren langsam während einem oder zwei Jahren. Die Akazienblüten sind sehr reich an Fruchtzucker und enthalten viel Nektar – ein wichtiger Aspekt für die Bienen.

Der Bienenzüchterverband des Tessins


Die Società Ticinese di Apicoltura STA wurde vor fast einem Jahrhundert gegründet, im Jahre 1916. Sie vereint heute ungefähr 500 Tessiner Imker und etwa 8000 Bienenvölker. Der Verband besteht aus sechs Sektionen: Bellinzona, Locarno, Lugano, Malcantone-Mendrisio, Tre Valli und Valle Maggia. Jede ist für die ortsansässigen Imker "zuständig": Sie gewährleistet die Beratung der Imker, führt die Qualitätskontrollen des Honigs durch und wacht über die Bienenzucht. Die Società Ticinese di Apicoltura gehört apisuisse an, dem Dachverband der schweizerischen Bienenzüchtervereine.

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