Karge Bergwelt und üppige Polenta

Publiziert: 28 Juli 2013

Mit Bergen geizt das Tessin nicht. Cardada ist einer von vielen. Einer jedoch, der einen Besuch wert ist. Hoch über dem Maggiadelta eröffnet sich dem Wanderer eine unvergessliche Rundsicht.

Viele Wege führen nach... Cardada. Und natürlich auch wieder hinunter. Doch bevor man sich über den Abstieg Gedanken macht, sollte man erst mal die Ankunft auf Locarnos Hausberg geniessen: die Sonne, welche die von Schutzcreme glänzende Nase liebkost, die alpine Luft, die an der Windjacke zerrt, das geheimnisvolle Lied der Fichten und Farne. Weit unten, in der Ebene, pulsiert derweil das Alltagsleben. Züge fahren, Autos stehen, Menschen schlemmen, schlendern und shoppen. Nach einer Stärkung aus dem Rucksack oder einer Erfrischung in der Gaststätte, ist man bereit für den nächsten Schritt. Fragt sich nur in welche Richtung? Zur Cimetta oder allenfalls doch zur Cima della Trosa, von wo man eine atemberaubende Rundsicht geniesst und sogar die Dufourspitze des Monte-Rosa-Massivs zu Gesicht bekommt? Trosa, na klar. Auf geht’s zu neuen Ufern... oder Felsen.

Und immer weiter bis zur Cima della Trosa


Das erste Teilstück bis zur Alpe Cardada ist zu Fuss in etwa 20 bis 25 Minuten zu bewältigen. Dort befindet sich inmitten herrlich bunter Wiesen die Capanna Lo Stallone, die zu einem Zwischenstopp einlädt. Beim Aufstieg rät es sich zwar nicht, sich an der gratinierten Polenta gütlich zu tun, weil es sich mit vollem Magen schlichtweg nicht gut läuft. Sparen Sie sich das feine Gericht also lieber für den Abstieg auf. Nach der Alp dauert es auf dem gemächlich ansteigenden Pfad weitere 20 bis 25 Minuten bis zur Cimetta. Wer nicht gehen mag, setzt sich in die Sesselbahn und freut sich über die herrliche Aussicht. Oben angekommen, lohnt es sich, nochmals innezuhalten, um den majestätischen Bergen Tribut zu zollen. Die raue, karge und doch so eindrucksvolle Welt lässt den Wanderer fast nicht mehr los und treibt ihn an, noch etwas höher hinauf zu steigen. Auf die Cima della Trosa. Wie vereinbart.

Trommelfellschonender 1.-August-Genuss


Ein ganz anderes, vielleicht weniger sinnliches, dafür umso temporeicheres Abenteuer bietet eine Mountainbiketour auf Locarnos Hausberg. Wer den Aufstieg von Minusio nach Cardada scheut, lässt sich von der Seilbahn hinauftragen und folgt ab der Bergstation der asphaltierten Strasse bis nach Vegnasca. Von dort führt der vor 13 Jahren für 220'000 Franken eingerichtete Radweg über Stock und Stein, auf mal breiten, mal technisch anspruchsvolleren Teilstücken wieder hinunter nach Minusio. Ob auf dem Drahtesel oder zu Fuss, Cardada ist eine Reise wert. Immer. Und – Hand aufs Herz – ganz besonders am Schweizer Nationalfeiertag. Nirgends sonst in der Region lässt sich die eidgenössische Freiheit so schön zelebrieren und das Asconeser 1.-August-Feuerwerk so glanzvoll und trommelfellschonend bewundern wie auf Cardada.


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Info

Cardada Impianti Turistici SA
Via Santuario 11
6644 Orselina
+41 91 735 30 30
info@cardada.ch
www.cardada.ch
www.ascona-locarno.com
www.ticino.ch

Preis
Die detaillierten Preise sind auf der Internetseite zu erfahren.

Wann

Der detaillierte Fahrplan ist auf der Internetseite zu erfahren.

Wo

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  • Camping Tamaro
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