Das Dorf der Maulbeerbäume: Broglio

Publiziert: 29 Juni 2020

Ein stolzer Kirchturm vor eng zusammenstehenden Häusern, winzig kleine Ackerfelder, Trockenmauern und Maulbeerbäume – das ist Broglio. Der Weg zum Maiensäss Rima dauert rund eine Stunde.

Die Strasse wird enger, die Aufmerksamkeit gilt ganz dem entgegenkommenden Verkehr. Broglio, das Dorf kurz vor Prato Sornico wird oftmals nur durchfahren. Dabei ist der knapp 100-Seelen-Ort ein Schmuckstück an Zeugnissen aus vergangener Zeit: Winzige Ackerfelder, Trockenmauern, Trockenhäuschen, Getreidespeicher, Maulbeerbäume und die Pfarrkirche S. Maria Lauretana prägen das Dorf mit den eng zusammenstehenden Häusern.

Die letzten Maulbeerbäume


Schriftsteller Giuseppe Zoppi (1896-1952) hat seinem Geburtsort Broglio zahlreiche Erzählungen gewidmet. Einige wurden auch auf Deutsch übersetzt (bspw. "Das Buch von der Alp", 1939). Das Dorf hat eine rurale Vergangenheit mit industrieller Ausrichtung. Noch heute können dort rund ein Dutzend Maulbeerbäume bewundert werden. Sie dienten einst der Zucht von Seidenraupen, die Gemeinde hat sie mittlerweile unter Schutz stellen lassen.

Zu Fuss zum Maiensäss


Die Jahreszeiten haben einst den Alltag der Menschen in Broglio bestimmt. Landwirtschaft wurde in der Talsohle, aber auch auf höher gelegenen Feldern betrieben. So etwa auf den Monti di Rima. Das schmucke Maiensäss ist vom Dorf aus in einem rund einstündigen Spaziergang erreichbar. Etwas anspruchsvoller ist die Wanderung auf der gegenüberliegenden Talseite hoch zum Lago di Tomè (auch Tomeo) und der jüngst ausgebauten gleichnamigen Berghütte.

Info

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Centro Punto Valle, Via Cantonale 10
6670 Avegno
+41 848 091 091
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