Der Reichtum an Sakralbauten

Publiziert: 8 April 2012

Der Reichtum an Sakralbauten in der Südschweiz ist riesig. Er reicht vom ältesten frühchristlichen Sakralbau aus dem 5. Jahrhundert bis zu den modernen Kirchen von Mario Botta.

Der Reichtum der Südschweiz an kirchlichen Bauten ist enorm. Wollte man seine Anfänge mit der heutigen Zeit verbinden, müsste man einen Bogen vom Baptisterium in Riva San Vitale am Luganersee auf die Alpe Foppa auf dem Tamaro schlagen – oder nach Mogno fast zuhinterst im Vallemaggia. Denn in Riva San Vitale steht das älteste frühchristliche Gebäude im Tessin, erbaut im 5. Jahrhundert, und auf der Alpe Foppa und in Mogno sind die modernen Kirchen aus der Feder von Mario Botta zu sehen.

Sehenswürdigkeiten

Hier eine Auswahl an weiteren sehenswürdigen Gotteshäusern:
Die Kirche San Pietro Martire in Gnosca im untersten Abschnitt der Riviera wird erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Ihre Stuckaturen und Wandmalereien stammen aus verschiedenen Epochen, ihr Holz-Altar aus dem Barock.
Der Campanile der Kirche San Gottardo von Intragna am Eingang ins Centovalli ist mit 65.75 m der höchste im Tessin.
Der romanische Turm der Kirche San Stefano in Tesserete ragt, was eine architektonische Seltenheit ist, aus der Mitte der Stirnfassade empor. Das Kircheninnere vermittelt das besondere Ambiente von Tessiner Kirchen: Barocker Chorraum, klassizistischer Altar, reich verziertes Chorgestühl, Gemälde, Fresken und reich ausgestattete Seitenkapellen – und der Duft nach Weihrauch.

Wie aus den Orelli die Orell wurden

Die Reformation und ihre Auswirkungen auf Kirchen und Klöster konnten sich im Tessin nicht gross verbreiten. Der italienische Einfluss, dort wurden Reformierte von der Inquisition kontrolliert, und derjenige vom katholisch gebliebenen Uri schotteten Reformationstendenzen ab. Einzig in Locarno fanden sich unter den wohlhabenden Familien Anhänger des neuen Glaubens. Ihnen jedoch wurde von der Tagsatzung vom 15. November 1554 in Baden befohlen, zur katholischen Kirche zurückzukehren oder Locarno zu verlassen. Ihrer 170 wanderten darauf nach Zürich aus und somit wurde zum Beispiel aus einer Familie Orelli die Familie Orell.

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