Die 1000 Gesichter von Cama

Publiziert: 15 September 2013

Eingebettet in einen Kastanienhain liegen fast 50 Grotti. Nicht weit entfernt stehen auf einer felsigen Anhöhe die Überreste einer mittelalterlichen Burg. Und ein Waldreservat hat "tausend Gesichter". Wenn das nicht viel Stoff für Entdeckerträume liefert!

Ein absolut interessantes Ziel in der Region sind die Grotti von Cama, die sich entlang eines "Cammino del Gusto" genannten Lehrpfads finden. 2004 wurde eine Stiftung für die Revitalisierung der Grotti von Cama gegründet. Rund 50 kleine ein- oder zweistöckige Steinbauten über rechteckigem Grundriss sind es; einige davon für das Publikum zugänglich. Die Grotti von Cama bilden eine Art Siedlung in einem Kastanienhain und sind mehrere Jahrhunderte alt. Verwendet wurden sie damals zur Lagerung von Lebensmitteln, Wein etwa, Käse und Wurstwaren, Gemüse oder noch nicht verarbeitete Milch. Denn die Aufbewahrungsräume waren eine Art natürlicher Lagerungskeller. Zu verdanken war dies einer stets gleichen Temperatur und eines permanenten Luftzugs (Fiatatoio, fiadiré im Dialekt). Entlang des Lehrpfads, der mit "Grotti-Wegweisern" versehen ist, kann man nicht nur dieses bedeutende historische und kulturelle Erbe erkunden, sondern auch lokale Spezialitäten probieren.

Noch mehr spannende Einblicke in noch weiter vergangene Zeiten


Besuchern, die noch mehr Lust auf Zeugen der Vergangenheit haben, sei ein Abstecher zu den Ruinen des Castello von Norantola empfohlen. Die ehemalige Burg liegt, einem verborgenen Schmuckstück gleich, in einem zauberhaften Wald. Hin kommt man ganz einfach zu Fuss oder auch mit dem Auto. Das Castello liegt wenige Minuten von der Hauptstrasse, die Cama mit Lostallo verbindet, entfernt. Die Überreste der mittelalterlichen Befestigung stehen auf einer felsigen Anhöhe im Gemeindegebiet von Cama. Im Laufe seiner Geschichte wurde das imposante Gebäude mehrfach zerstört. Zwischen 1989 und 1996 wurden Befestigungsarbeiten durchgeführt.

Eine Gegend, die wahrlich viele Facetten hat


Lohnend ist in der Gegend ausserdem das Waldreservat Val Cama – Val Leggia. Das Waldreservat – eines der grössten der Schweiz – erstreckt sich über zwei Täler. Zu erreichen sind diese nur zu Fuss: Der Weg ins Val Leggia, ein kaum bekanntes und wildromantisches Tal, startet im Weiler Tec. Der Ausgangspunkt ins Val Cama ist Ogreda. Dort führt ein steiler Weg in das eindrückliche Hochtal zum Bergsee Lagh de Cama auf 1200 Metern Höhe. Diese Broschüre begleitet Wanderer auf dem Weg ins Val Leggia, hinauf zur Bocchetta di Vazzola und hinunter zum Lagh de Cama. Sie erleben unterwegs ein Naturwaldreservat, “wo der Wald auch wild sein darf”, wie es in der Broschüre “Wo der Wald tausend Gesichter hat” heisst.

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