Schnitzeljagd mit Satellitenhilfe

Publiziert: 28 September 2014

Wenn Ihnen in Bosco Gurin Wanderer allen Alters begegnen, welche dauernd auf ihr Handy schauen, ist das keine Weltabgewandtheit, sondern der neue Volkssport: Geocaching.

Ein neues Fieber ist ausgebrochen und begeistert nun auch die Tessiner Spassgesellschaft. Was die älteren Semester noch mit handgezeichneten Krokis und Pfadfinderhänden in Erinnerung haben mögen, wird nun mithilfe der neuen Medien möglich. Das Ganze nennt sich Geocaching und meint wohl soviel wie "versteckte Sachen in der Natur". Geocaching ist ein Freizeitspass, bei welchem jemand – ausgerüstet mit einem GPS-Empfänger und Koordinaten, welche man am Internet findet – auf die Suche geht nach dem versteckten Schatz. So wird es auf einer der beiden Schweizer Internetseiten beschrieben.

Dem Weltu auf der Spur


Das Wandern in freier Natur soll damit verbunden werden mit dem Entdecken, Rätseln, Erleben und Kennenlernen von neuen Plätzen. Diese neue Art des Wanderns bieten nun auch die beiden ansonsten schon bekannten Wander- und Freizeitgebiete Bosco Gurin und Curzùtt an. Im "Weltuwald" geht es auf Schatzsuche. Während die Kinder die Schätze geniessen sollen, geniessen die Eltern die magische Atmosphäre des Lärchenwalds von Bosco Gurin, dem Walserdorf auf 1500 m ü. M. Am Ende der Strecke steht ein Picknickplatz bereit. Wenn der diesjährige Herbst also endlich so recht warm, goldig und freundlich durchdrückt, dürfen sich die "konventionellen Wanderer" nicht wundern über die begeisterungsfähige Netzwerkgemeinde, die mit dem Handy im Anschlag über Stock und Stein stolpert. Der neue Freizeitspass verspricht spannende Momente.

Curzùtt macht auch mit


Auch in Curzùtt unterhalb von Mornera ist die Suche nach den verschiedenen Boxen angesagt. Die Route folgt dort dem Pfad, welcher die alte Siedlung von Curzùtt, Poncetta und Rogge umkreist. Diese Schatzsuche richtet sich an alle Altersgruppen. Das bringt die Generationen wieder zusammen. Besonders angesprochen sollen hier die Schülerinnen und Schüler sein. Der Zeitaufwand für die rund fünf Standorte der Verstecke bei dem Weiler oberhalb von Monte Carasso geben die Veranstalter mit etwa zwei Stunden an. Mehr Infos dazu auf info@curzutt.ch oder beim Infopoint Monte Carasso (Tel. +41 91 835 57 24 oder +41 91 825 81 88). Die Schatzsuche auf Curzùtt ist momentan ausgesetzt, heisst es auf der aktuellen Internetseite. Also sich gut informieren!

Vom Nord- bis zum Südpol


Die Welle des Geocaching bewegt sich derzeit in der Grössenordnung von rund 24'506 Verstecken in der Schweiz, denen mehr als 21'000 Schweizer und 14'600 ausländische Cacher nachgehen. In Deutschland sind es bis Mitte September dieses Jahres gar über 300’0000 Caches und weltweit sogar 6 Millionen Sucher für 2,4 Mio. Verstecke von Alaska bis zum Südpol in insgesamt 222 Ländern. Die eine CH-Internetseite führt neben den beiden Schweizer Sites auch noch die internationale offizielle Webseite sowie zwei deutsche auf. Nach rund 50 gefunden Caches bekommt man das Gefühl dafür, wie man eigene solcher Verstecke einrichten kann. Dazu gibt es auf der Webseite Tipps und Hinweise.

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