Wo die Wurst nicht wurst ist

Publiziert: 18 August 2013

Mendrisio ist mehr als Foxtown und Rebberge. Auch seine regionalen Wurstwaren sind nicht ohne. Viele lokale Produzenten sorgen für eine reichhaltige Palette an Salami und Co.

Womit assoziieren Sie Mendrisio? Mit Sonne, Wein und der über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus angesehenen Shopping-Fuchsstadt? Natürlich. Dafür ist der lauschige Südtessiner Ort ja schliesslich auch bekannt. An Wurstwaren hingegen denkt vorerst einmal niemand. Dabei gibt es so viel davon. Und dazu noch in allen erdenklichen Variationen. Nur schon was an Salami so geboten wird, ist schier unwurststellbar.

Lokale Kreativität


Einst enthielt die Salzwurst (Salami von salare, salzen) immer Esel- oder Maultierfleisch, heute wird sie dagegen meist aus Schweine- und Rindfleisch hergestellt und grösstenteils luftgetrocknet. Als Basis sozusagen. Alles Weitere hat mit Kunst zu tun. Mit der Kreativität des lokalen Fleischers. Was könnte noch unter das schweinige Rind gemischt werden? Pferd, Hirsch oder Wildschwein? Wie viel von welchem Gewürz gibt dem Produkt welchen Geschmack? Genau so entstehen regionale Spezialitäten mit ihrem unverwechselbaren Flair und Aroma.

Cotechino oder cappellotto cotto


Neben der Salami ist unter anderem der Cotechino zu nennen, die schwartige Kochwurst, die oft mit Polenta und Linsen genossen wird. Nicht zu verachten sind aber auch die verschiedenen Schinkensorten. Der Nussrohschinken zum Beispiel und der würzige Schulterschinken. Ebenso zu den mediterranen Wurstköstlichkeiten gehören die leckere Lebermortadella und der cappellotto cotto, die ausschliesslich aus Schweinefleisch bestehende Kochwurst. Schweizweit einen Namen gemacht hat sich der Tessiner Wurstwarenhersteller Rapelli. Seine Produkte bürgen für eine hohe Südschweizer Fleischqualität. Wer im Mendrisiotto Ferien macht, dem kann die Wurst schlichtweg nicht wurst sein.

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