Kuchen statt Krümel

Publiziert: 20 September 2020

Die Torta di pane ist viel mehr als nur ein süsses Brot. Was einst aus der Not geboren wurde, ist heute zu einer echten Tessiner Spezialität geworden, die auf keiner Dessertkarte fehlen sollte.

Aus dem alten Brot entstand die Torta die pane, ein Kuchen, dem beigemengt wurde, was die Vorräte sonst noch so hergaben: Nüsse oder kandierte Früchte, Rosinen und Kakaopulver. Sie ist der armen Tessiner Küche entsprungen und dem Einfallsreichtum der Nonna, die eine Süssspeise auf den Tisch zauberte, obwohl es an allem Möglichen fehlte. Dementsprechend viele Rezepte gibt es dafür. Wer den Kuchen nicht selbst backen mag, bekommt ihn auch im Handel. Nachhaltig ist die Torta di pane der Bäckerei, die ihre Tessiner Filiale in S. Antonino hat. Jowas Brotkuchen ist stolzer Träger des Marchio Ticino.

Aus Alt wird Neu


Einzig etwas Vorbereitungszeit wird benötigt, denn das alte, trockene Brot, egal ob weiss oder dunkel, sollte über Nacht in Milch und Zucker eingeweicht werden. Noch schmackhafter wird das Gebäck, wenn die Sultaninen und kandierten Früchte, möglichst kleingeschnitten, ebenfalls eingelegt werden, diese aber wahlweise in Rum oder traditionellerweise in Grappa.

Kompakt und nahrhaft


Kakaopulver, Eier und Zitronenschale, eventuell noch Amaretti oder Gewürze, werden am Tag darauf nun beigefügt, dann geht der Teig in die Springform und ab in den Ofen. Backpulver braucht es keines. Der Brotkuchen soll schliesslich sättigend sein. Während ihn einige am liebsten ganz frisch verspeisen, lassen ihn andere lieber ein, zwei Tage ruhen, damit sich die Aromen so richtig gut zusammenfügen.

Info

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