Die Colomba di Pasqua

Publiziert: 24 März 2013

Zu den gastronomischen Spezialitäten des Tessins gehören an Ostern nebst dem Zicklein oder dem Lammbraten auch die Colombe di Pasqua – die Ostertauben.

Festtage wie Ostern oder Weihnachten vereinen oft mehrere Generationen, die zusammen feiern. In der gastronomischen Tradition des Tessins kommt an Ostern das Zicklein oder der Lammbraten auf den Tisch. Auch gesottene bemalte Eier oder die Colomba di Pasqua (Ostertaube) gehören zum Osterfest. Doch woher stammen diese Traditionen, was sind ihre Geschichten? Nachfolgend wird die Tradition der Colomba di Pasqua erläutert. Für weitere traditionelle Ostergerichte siehe Artikel "Ostern geht durch den Magen".

Legenden


Es gibt verschiedene Legenden, die die Geschichte der Ostertaube erzählen. Eine handelt vom Einfall des Königs Alboin in die Stadt Pavia im 6. Jahrhundert. Dieser fand am Karfreitag statt. Des Königs Pferd hielt plötzlich am Stadteingang und nahm von einem Mann ein Stück Brot entgegen, das einer Taube glich. Der König war so überrascht, dass er die Kriegsgefangenen freiliess. Eine andere Legende erzählt wie Agilulf, ebenfalls ein lombardischer König, auf seinen Kriegszügen in den Süden den irischen Kaiser Colombano treffen wollte, der gerne Tauben ass. Da am Karfreitag kein Fleisch verzehrt wird, liess er die Tauben frei. Als er diese im Himmel sah, entschied er, dass fortan an Ostern Tauben aus Brot serviert würden.

Ostertradition


Sicher ist, dass die Colombe di Pasqua aus Mailand ins Tessin kamen. Diese unterscheiden sich vom Panettone dadurch, dass sie keine Rosinen und Zitronate enthalten, sondern nur kandierte Orangenschale. Ausserdem wird für die Colomba mehr Butter verwendet und eine aus Eiweiss, Zucker und Mandeln bestehende Glasur gemacht. Der Kontrast zwischen dem weichen Teig und der knusprigen Glasur ist charakteristisch für die Colomba. Zu Ostern wird sie gerne zu einem Glas Moscato oder einem süsslichen Weisswein genossen.

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