Oss da mort – historische Leckerei

Publiziert: 30 Oktober 2016

Ob die Oss da mort, zu Deutsch Totenbeinli, einen keltischen oder christlichen Ursprung haben, ist nicht abschliessend geklärt – Hauptsache sie schmecken gut!

Die Kelten feierten jeweils zum 1. November das Totenfest, das letzte ihrer vier grossen Feste im Jahresablauf. Sie glaubten an ein Leben nach dem Tod und wollten mit diesem Fest die Totengeister besänftigen, damit sie den Lebenden nicht gefährlich wurden. Um diesen tief verwurzelten Volksbrauch auszurotten, legte die katholische Kirche die Feiertage Allerheiligen auf den 1. und Allerseelen auf den 2. November. Und aus diesen Kirchenfesten wurde in Irland, später in den USA, die Feier zum Vorabend vor Allerheiligen, All Hallow's Eve oder Halloween. Aus dieser Entwicklung von Traditionen entstand eine ganze Reihe von Bräuchen, darunter die Oss da mort.

Seelenspeise


Nach Tessiner Tradition werden die Oss da mort jeweils zu Allerseelen zubereitet. Dann gleichen die Tessiner Friedhöfe Blumenmeeren, dann sind die Verstorbenen besonders nahe, ihre Seelen halten sich in ihrer einstigen Heimat auf. Dann werden sie von den Lebenden mit besonderen Gaben Willkommen geheissen, zum Beispiel mit Oss da mort.

Zur Nachahmung empfohlen


Man nehme: 200 g Mehl, 200 g Zucker, 200 g geschälte, fein zerhackte Mandeln und zwei zu Schnee geschlagene Eiweiss. Alle Zutaten gut mischen und aus dem Teig ovale Biskuits formen. Im auf 220 Grad vorgewärmten Backofen etwa 12 bis 15 Minuten backen.

Info

Oss da mort, Totenbeinli – Ticino Turismo
Via Ghiringhelli 7
6500 Bellinzona

info@ticino.ch

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