Im warmen Golde fliessen

Publiziert: 24 Oktober 2021

Nicht nur die Gedichte Eduard Mörikes zerfliessen auf der Zunge. Mit manchen Süssigkeiten ist es dasselbe. Nur die Oss da mort – oder doch da mord? – sind etwas härter, heissen sie doch nicht von ungefähr Totenbeinchen.

Genossen werden sie nicht warm. Auch sind sie eher braun, denn golden. Und um auf der Zunge zu zerfliessen, sind sie erst noch zu hart. Aber hinsichtlich der Süsse können sie es durchaus mit Eduard Mörikes Herbstgedicht aufnehmen, welches der Novemberausgabe zu seinen Titeln verholfen hat. Doch wenden wir uns vom Dichter und seinem Septembermorgen ab und kommen zum eigentlichen Thema, der nussigen Versuchung des Novembers.

Totengebeine


Traditionellerweise werden die Oss da mort an Allerseelen, am zweiten November gereicht. Daher kommt der makabre Namen, der nicht nur mit dem Härtegrad des Gebäcks zu tun hat, sondern eben mit alten Bräuchen, welche zwar von den Kelten stammen, von der katholischen Kirche aber übernommen und entsprechend angepasst wurden. Mehl, Zucker, Mandeln oder Haselnüsse und Eier – mehr braucht es nicht, um das Gebäck selber herzustellen.

Für Quicklebendige


Ob damit allerdings wirklich die Toten besänftigt oder aber eher die trüben Tage mit einer süsse Köstlichkeit bereichert und so die Stimmung der Lebenden aufgehellt werden sollte, braucht gar nicht geklärt zu werden. Hauptsache, es findet sich ein Grund zum Schlemmen. Und damit man sich dabei nicht die Zähne ausbeisst, werden die leckeren Biscotti am besten in Kaffee oder in den Wein getunkt.

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