Pikant und süss: Mostarda

Publiziert: 11 Oktober 2015

Früher bereicherten sie die Tafeln gekrönter Häupter in der Lombardei, heute werden die Senffrüchte auch von "Normalsterblichen" als Beilage zu Käse oder Fleisch geschätzt.

Wählen Sie sorgfältig, wenn Sie aus der Mischung der Senffrüchte – der Mostarda di Frutta – wählen. Denn je nach Frucht pickst es stärker oder schwächer in der Nase. Die roten Kirschen schmecken süss auf der Zunge, die kleinen Orangen brennen höllisch im Hals. Die mostarda, wie die kandierten Senffrüchte, die ganz, in Stücken oder als Püree angeboten werden, auf Italienisch genannt werden, hat schon im Mittelalter Gaumen von Prinzen und Kirchenfürsten in der nahen Lombardei gekitzelt. Heute wird sie auch von nicht-gekrönten Häuptern im Tessin in verschiedenen Sorten genossen. Vorzugsweise zu Käse, gekochten Würsten oder Fleisch.

In Zucker gebadet, mit Senföl gewürzt


Sorgfältig sortiert, gewaschen, eventuell geschält, geschnitten und im Dampf gegart, werden die Früchte, die als mostarda im Glas landen. Bei Vanini, der Tessiner Traditionsfirma mit Sitz in Rivera, lagern sie anschliessend bis zu zwölf Tage im Sirup, bis sie schliesslich mit Senföl verfeinert werden. Dieses verleiht ihnen den typischen süss-scharfen Geschmack. Die Mostarda di Frutta ist auch "extra forte" (extra stark) erhältlich. In diesem Fall sind Tränen garantiert. Etwas milder sind in der Regel die Pürees, die beispielsweise bei Vanini in sieben verschiedenen Sorten in der Auslage stehen: Birne, Ananas, Ingwer, Orange, Quitte, rote oder grüne Feige. Sie schmecken als Beilage zu Weichkäse, Fleisch, Würsten, Geflügel oder zu typischen Schweizer Gerichten wie Raclette oder Fondue.

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