Mein Bier? Das selber gebraute!

Publiziert: 15 September 2019

Blond? Dunkel? Rot? Von Frauen ist nicht die Rede. Die Tradition des Bierbrauens erlebt einen Boom, und die Kleinbrauereien übertreffen sich gegenseitig mit innovativen Experimenten.

1828 wurde im Tessin erstmals die Konzession zum Bierbrauen erteilt, und heute gibt es im Südkanton 30 offizielle Brauereien, die wohl nicht ganz den durchschnittlichen Bierkonsum von 55 Liter pro Person und Jahr zu decken vermögen. Damit ein Bier als lokal gilt, müssen 80 Prozent der zur Herstellung verwendeten Rohstoffe aus dem Tessin stammen.

Hopfen und Malz nicht verloren


Bier entsteht durch Gärung von Zucker. Der Ausgangsstoff zur Zuckergewinnung durch so genanntes Mälzen, den kontrollierten Keimvorgang, ist Getreide, der Hopfen ist die eigentliche Würze. Weitere Zugaben bringen die charakteristische Note. Ein spezielles Tessiner Bier ist beispielsweise die Birra da Ris aus Rohstoffen des Landwirtschaftsbetriebs Terreni alla Maggia von Ascona. Aber auch Holunder, Farina bóna-Mehl, Merlot oder Kastanien findet man in Tessiner Bieren.

Mehr als Schaumschlägerei


Handgebraute Biere erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit, und der Fantasie bei der Herstellung wie auch bei der Vermarktung sind keine Grenzen gesetzt – vorausgesetzt, das Gebräu trifft am Ende den Geschmack einer Mehrheit. Mit Wild werben etwa die einen, während andere wie zum Beispiel Rud Bir auf ein saisonales Angebot und Vielfalt setzen. Salute!

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