Erfrischendes Sommergetränk

Publiziert: 9 Juni 2013

Die Gazzosa – oder Gazosa oder Gassosa – blickt auf eine lange Tessiner Tradition zurück. Heute erlebt sie wieder einen Aufschwung und ist in verschiedenen Aromen zu kosten.

Nein, sie schmeckt nicht wie Sprite oder Pepita oder Fanta. Die Gazzosa, eine Tessiner Limonade, ist sehr eigen im Geschmack – denn im Gegensatz zu anderen kohlesäurehaltigen Getränken enthält sie kein Fruchtfleisch, sondern wird mit purem Fruchtdestillat hergestellt und braucht keine Konservierungsmittel. Das traditionelle Getränk aus dem Südkanton ist allseits beliebt, wenn auch jenseits des Gotthards (noch) nicht so bekannt. Es ist erfrischend, prickelnd und an warmen Sommertagen ideal, um sich abzukühlen. Die traditionelle Gazzosa wird mit Zitronen hergestellt, doch längst haben andere Früchte Einzug in die Welt der Gazzosa gefunden: Sie ist auch mit Himbeer- und Mandarinenaroma zu finden – und genauso lecker. Doch bekanntlich lässt sich über Geschmack streiten.

Eine lange Tradition


Die Tessiner Limonade blickt auf eine lange Geschichte zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie sehr populär. Die Gründung der Fabbrica Coduri in Mendrisio zum Beispiel geht auf das Jahr 1936 zurück. Im Tessin erzählt man sich, wie das alkoholfreie Getränk früher von den Grosseltern selber hergestellt wurde. In der Tat sind die Zutaten kein Geheimnis. Für eine Gazzosa mit Zitronenaroma braucht es viel Zitronen, Wasser, Zucker, ein Bier, Salbei und Hefe. Diese werden dann in bestimmter Reihenfolge gekocht, abgefüllt und an die Sonne gestellt. Doch so einfach dies klingen mag, das gewisse Etwas einer Gazzosa liegt wohl in ihrer Zubereitungsweise – und in ihrem Bügelverschluss, der für das unvergleichliche "Plopp" sorgt.

Verschiedene Schreibweisen


Bis anhin wurde in diesem Text die Schreibweise Gazzosa mit zwei “z” gwählt. Doch auf dem Markt findet man auch Gassose oder Gazose. Welche Bezeichnung nun die richtige ist, ist nicht bekannt – je nach Region wird die Gazzosa eben auch anders geschrieben. Und je nach Region gibt es verschiedene Hersteller. Diese reichen von den Fratelli Starnini in Biasca, der Coldesina in Bellinzona über die Tamaro Gassosa in Sigirino, der Cochi bibite in Novazzano (ehemals die Fabbrica Coduri in Mendrisio) bis hin zu den Bibite Perucchi in Stabio und der Fizzy Gazzosa Ticinese in Personico – die Liste kann durchaus ergänzt werden und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ob man jetzt Gazzosa, Gassosa oder Gazosa schreibt, spielt eigentlich keine Rolle. Hauptsache, sie schmeckt.

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