Süss und prickelnd: Gazosa

Publiziert: 28 März 2016

In Glasflaschen muss sie abgefüllt sein, mit klassischem Bügelverschluss: Nur dann ist es die echte Gazosa (oder Gassosa), die im Glas schäumt und im Gaumen zuckersüss prickelt.

Einen starken Daumen braucht es – und etwas Geschick. Denn die mit dem klassischen Bügel verschlossenen Flaschen lassen sich nicht so leicht öffnen. Ist der Deckel aber erst einmal ab, dann sprudelt sie in verschiedensten Sorten und Farben: die Gazosa oder Gassosa, ihrer prickelnden Wirkung wegen auch "Champagner der Armen" genannt. Die Limonade weckt Erinnerungen an frühere Zeiten.

Kindheitserinnerungen werden wach


Mit den Eltern ist man gewandert, durch Kastanienwälder und über steile Wiesen, wo einen schwarze Ziegen neugierig beäugten. Bei der Rast im Grotto bestellten sich die Erwachsenen zu Wurst und Käse einen Merlot im typischen tazzin. Für die Kinder gab es Gazosa. Die Limonade schäumte im Glas. Perlend süss. Meist war sie hell, mit Zitronengeschmack. Doch manchmal holten die Gastwirte aus den kühlen Steinkellern auch Flaschen mit buntem Inhalt: Himbeere, Mandarine, Heidelbeere oder Bitterorange, Bergamotte, Chinotto oder Moscato.

Wieder voll im Trend


Für die Gazosa gibt es viele verschiedene Varianten. Das Grundrezept aber bleibt immer gleich: Wasser, Zucker und Zitronensäure. Dazu werden Aromen gemischt. Rund zehn Produzenten stellen heute im Tessin und im Misox die Limonade nach traditionellem Rezept her. War das Getränk in den 1980er-Jahren etwas aus der Mode gekommen und als süsse Beigabe für eher sauren Wein verschrien, so liegt es dank moderner Vermarktung jetzt wieder voll im Trend. Bei Kindern und Erwachsenen. Hat sich das Image der Gazosa über die Jahre auch verändert, eines ist immer gleich geblieben: der typische Bügelverschluss. Ein Must für jede Gazosa-Flasche.

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