König für einen Tag

Publiziert: 31 Dezember 2021

Esse, esse Kuchen – und königliche Ehren werden dir zuteil, sofern du in den kleinen Plastikmann beisst. Hoffentlich hält die Krone das aus, diejenige auf dem Zahn. Und diejenige auf dem Kopf wird mit Würde getragen.

Seine italienische Übersetzung mag man ja gar nicht mehr in den Mund nehmen. Umso lieber bricht man sich ein Stück des Kuchens aus dem Kranz, beisst freudvoll hinein und hofft auf königliche Ehren – wenigstens für einen Tag. Das weiche, leicht süsse Hefegebäck schmeckt am sechsten Januar und ganz frisch am besten. Und das nicht erst seit gestern.

Ein Kuchen mit Geschichte


Bereits im Mittelalter wurde den überlieferten drei heiligen Königen aus dem Morgenland zu Ehren, welche der Legende zurfolge dem Stall zu Bethlehem einen Besuch abstatteten, am Dreikönigstag ein Mahl kredenzt, samt einem Brot mit eingebackener Bohne, welche aus jedem gewöhnlich Sterblichen einen Blaublütigen machte. Ein geschäftstüchtiger Bäckermeister hat diesen alten Brauch später wieder aus der Vergessenheit geholt.

Keine grosse Sache


Doch auch das Selberbacken gelingt ganz leicht, egal ob man sich an den Deutschen Doktor oder die Schweizer Betty hält. Hefe und Zucker, Milch und Mehl, Butter und Zitrone, dazu noch ein paar Rosinen – und fertig ist der Teig, der nur noch gehen und zwei Stunden später hübsch als Kranz geformt und mit Hagelzucker und Mandelspänen versehen in den Ofen geschoben werden muss.

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