Die Plaudertaschen

Publiziert: 31 Januar 2020

Mit vollem Munde spricht man nicht. Doch wenn es aus dem Mund schwatzt, weil man gerade isst, können das nur die Chiacchiere sein, die knusprig vorlauten Tessiner Fasnachtsküchlein.

Auf Italienisch heissen sie Chiacchiere – auf Deutsch Fasnachtsküchlein, Französisch Merveilles –und schmecken dementsprechend auch alles andere als nichts sagend. Und genauso wie Klatsch und Tratsch können sie nur ganz schlecht verheimlicht werden, wenn man sie in den Mund nimmt, so verführerisch knusprig wie sie sind. Darum vernascht man diese süssen, knackigen Dinger auch allzu gerne – und das vor der Fastenzeit.

Einfach


Wer die gezuckerte Knabberei selber zubereiten will, nimmt am besten eine Pastamaschine zu Hilfe, um den Teig aus Mehl, Zucker, Eiern, Butter und Vanille möglichst dünn auswallen zu können. Anschliessend werden die maximal zwei Millimeter dicken und mit dem Teigrad rechteckig ausgeschnittenen Scheiben im Erdnussöl ausgebacken. Zum Versüssen wird noch Puderzucker darüber gestäubt.

Zum Schweigen gebracht


Carne vale! Auf Deutsch: Fleisch, leb wohl. So hiess es vor der Fastenzeit. Auch die anderen verderblichen Vorräte mussten aufgebraucht, also am besten verbacken, werden. Das Fett, in manchen Mundarten auch Schmutz genannt, wurde zum Ausbacken verwendet. Daher kommt der Begriff Schmutziger Donnerstag. Danach wurde kulinarisch noch einmal so richtig zugeschlagen und den Chiacchiere und allem anderen der Garaus gemacht.

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