Bittersüsse Versuchung

Publiziert: 21 August 2016

Die ursprünglich aus Italien stammenden Amaretti wurden durch ihren Grenzübertritt helvetisiert. Bittersüss bezaubern sie seit langem auch den eidgenössischen Gaumen.

Amaro heisst auf Italienisch bitter. Amaretti, die etwas Bitteren. Und bitter ist eigentlich nichts, was Lust macht auf mehr. Eigentlich. Denn bei den etwas Bitteren trifft das nicht ganz zu. Sie sind zwar tatsächlich eher bitter, aber auf eine unheimlich süsse Art. Werden Sie ob so viel bitter-süssem Gelaber langsam etwas sauer? Das wäre echt blöd. Da hilft statt Wortakrobatik Mathematik: Bittere Mandelpaste + süsser Zucker = Amaretti.

Mit Grappa oder Schokolade


Ihre Form ist unregelmässig, die Basis viereckig mit einer Seitenlänge von jeweils fünf Zentimetern und circa zwei in der Höhe. Aus weissen Mandeln, zermahlenen Aprikosenkernen, Eiweiss und Zucker besteht der Teig. Manchmal kommen auch Haselnüsse hinein. Veredelt werden die kleinen, hellbraunen Versuchungen durch eine leichte Puderzuckerschicht, zuweilen auch mit Kirschwasser, Grappa, Buttercreme oder Schokolade.

Vom Tessin bis ins Bergell

Wie so vieles, das einst aus Italien über die Landesgrenze in die Schweiz kam, haben sich auch die Amaretti angepasst. So wurde im Laufe der Zeit aus dem italienischen Feingebäck eine helvetische Spezialität. Im Tessin wie auch im bündnerischen Misox und im Bergell findet man sie fast überall: in Bäckereien, Konditoreien, Restaurants, Bars und Cafés. Zusammen mit einem frisch aufgebrühten Kaffee sind sie einfach himmlisch.

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