Ruinen auf dem Monte San Giorgio geben Rätsel auf

Publiziert: 24 April 2016

Die Alten im Dorf Tremona am Hang des Monte warnten davor, auf den Hügel namens Castello zu gehen. Dort spucke es. Schliesslich wurden einige Archäologen hellhörig und begannen zu graben. Was sie entdeckten, verschlug ihnen zunächst die Sprache.

Die Alten im Dorf Tremona am Hang des Monte San Giorgio warnten die Jungen, nicht auf den Hügel hinter dem Ort, den sie Castello nannten, zu gehen. Dort oben, wo der Blick bis in die italienische Padana-Ebene schweift, gingen Geister um, erzählte man sich. Dass hinter dem Gruselmärchen mehr steckt, glaubten wohl selbst die Geschichtenerzähler nicht. Doch Archäologen aus der Region wurden hellhörig und begannen zwischen den Laubbäumen zu graben. Mittlerweile haben sie die Fundamente eines ganzen mittelalterlichen Dorfes freigelegt. Dabei haben sie aussergewöhnlich viel Silber und Gold in Form von Münzen und Schmuckstücken zwischen den Ruinen von Tremona Castello im Mendrisiotto gefunden. Doch wer hier einst lebte, bleibt ein Geheimnis, denn es gibt praktische keine Aufzeichnungen über eine Siedlung an dieser Stelle. Wann diese zerstört wurde, ist völlig unklar.

Rundwanderung durch Besazio, Arzo, Tremona, Meride


Das malerische Dorf Tremona selbst ist jedoch auch ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Monte San Giorgio. Eine der lohnendsten Rundwanderungen führt über Meride hinauf auf 1'000 Meter über dem Meeresspiegel und dann durch die malerischen Dörfer Arzo und Besazio zurück nach Tremona. Jedoch ist diese Wanderung 12 Kilometer lang. Gekoppelt mit einer Höhendifferenz von fast 800 Metern sollten mindestens viereinhalb Stunden Gehzeit eingerechnet werden. Unterwegs locken allerlei Sehenswürdigkeiten zum Verbleib. Denn der Monte San Giorgio ist nicht nur für seine schöne Aussicht auf den Luganersee und die einzigartige Natur bekannt. Die Unesco-Welterbestätte hütet eines der weltweit grössten Vorkommen von Meeresfossilien aus dem Trias. Im Fossilienmuseum im malerischen Meride kann man mehr darüber erfahren.

Wer etwas mehr Zeit in den malerischen Dörfern verbringen will...


Ausser den paläontologischen Schätzen gelten jedoch auch die Siedlungen als besonders typisch und schön. Neben Tremona und Meride sind auch Arzo, wo der berühmte Marmor abgebaut wird, und Besazio, wo die Kirche Sant’Antonino aus dem achten Jahrhundert steht, einen Besuch wert. Wer es eilig hat, kann von Arzo über Besazio und Tremona nach Meride wandern. Die Gehzeit beträgt nur etwa eineinhalb Stunden, was genug Musse lässt, die Dörfer auf sich wirken zu lassen und alle Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Am besten reist man mit dem öffentlichen Verkehr via Mendrisio an (oder lässt dort das Auto stehen). Die Postautolinien 525 und 524 verbinden Arzo und Meride mit Mendrisio.

Eine Beschreibung des geologisch-paläontologischen Weges am Monte San Giorgio finden Sie hier.

Info

Tourist Office Mendrisio - Monte San Giorgio
Via Lavizzari 2
6850 Mendrisio
+41 91 641 30 50
info@mendrisiottoturismo.ch

www.mendrisiottoturismo.ch
www.ticino.ch

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