Ascona: sehenswerte Meisterwerke

Publiziert: 6 April 2014

Das renovierte Castello San Materno in Ascona beherbergt eine der schönsten Sammlungen an Werken von Malern aus dem deutschsprachigen Raum um die vorvergangene Jahrhundertwende.

Stolz thront das Castello San Materno am Eingang zu Ascona. Das kleine Schloss diente einst als Kontroll- und Aussichtspunkt über die umliegenden Talschaften. Es wurde am vergangenen Wochenende als Museum wieder eröffnet. In den geschichtsträchtigen Mauern ist jetzt die Gemäldesammlung der Kulturstiftung Kurt und Barbara Alten untergebracht. Diese widerspiegelt auf eindrückliche Weise das künstlerische Schaffen im deutschsprachigen Raum des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg.

Von Liebermann und Kirchner bis Jawlensky


Die Kunstsammlung zeigt mehr als 40 Werke von den Impressionisten Max Liebermann und Lovis Corinth über die Gemälde von Fritz Overbeck, Hans am Ende, Otto Modersohn oder Paula Modersohn-Becker aus der Worpsweder-Schule bis zum Expressionismus der Brücke-Künstler mit Ernst Ludwig Kirchner oder Emil Nolde und des Blauen Reiters mit Alexej Jawlensky und August Macke. Die Worpswede-Kunstschaffenden stehen in besonderer Beziehung zu Ascona. Viele von ihnen waren eng mit dem Monte Verità verbunden. Ausdruckstänzerin Charlotte Bara, die ihre Ausbildung in Worpswede erhalten hatte, lebte bis zu ihrem Tod im Castello San Materno. In Worpswede hatte sie auch den Architekten Carl Weidemeyer kennengelernt, der für sie das dem Schlösschen gegenüberliegende Teatro San Materno erbaute.

Eine besondere Stimmung lebt wieder auf


Bei der Auswahl der Kunstwerke hat Stiftungsgründer Kurt Alten (1925-2009) – ein deutscher Ingenieur, der mit innovativen Ideen auf dem Gebiet der Verladetechnik Erfolg hatte – auf einen besonderen Stil geachtet. Auf eine "Stimmung", die das Ambiente des neu renovierten Castello prägt und es zu einem verweilenswerten Ort der Kultur werden lässt. Kurt Alten teilte die Sammelleidenschaft mit seiner Frau Barbara. Die Sammlung der Familie Alten umfasst Gemälde aus einer Zeitspanne von rund drei Jahrzehnten. Durch ein Abkommen mit der Gemeinde Ascona, die das Schloss 1986, nach dem Tod von Charlotte Bara für 530'000 Franken übernommen hatte, wird das Castello San Materno nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Info

Museo Castello San Materno
Via Losone 10
6612 Ascona
+41 759 81 69
museosanmaterno@ascona.ch
www.museoascona.ch
www.ascona-locarno.com
www.ticino.ch

Wann

Do-Sa 10.00-12.00 / 15.00-18.00 Uhr So und Feiertage 14.00-16.00 Uhr Mo-Mi geschlossen

Wo

Hotels

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  • Camping Tamaro

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