Alle Wege führen nach Malvaglia

Publiziert: 4 September 2022

Das Dorf am Talboden ist Start- und Endpunkt für Ausflüge. Auch Kultur lässt sich in Malvaglia erleben.

Malvaglia und Rom lassen sich eigentlich nicht einmal annähernd vergleichen. Nicht in kultureller Hinsicht, nicht demographisch, in vielem nicht. Doch führen alle Wege zurück nach Malvaglia, wenn man sich im Valle Malvaglia aufgehalten hat. Und der Weg ins Tal lohnt sich für alle passionierten Wanderer oder Mountainbiker, die wilde Natur und Ursprünglichkeit schätzen. Als Startpunkt für längere oder kürzere Spaziergänge bietet sich Dagro an, wohin man am einfachsten mit der kleinen Gondelbahn ab Malvaglia gelangt. Empfehlenswert ist der Panoramaweg nach Dandrio und wieder zurück (circa vier Stunden). Er führt durch eine herrliche alpine Landschaft, vorbei an alten Holz- und Steinbauten. Lohnenswert ist auch ein Abstecher in den Weiler Garmagnunagh (Germanionico).

Touren für Bergfreunde


Outdoor-Enthusiasten, die höher hinaus möchten, können den Weg zur auf 2’107 Metern gelegenen Quarnei Hütte einschlagen. Sie ist zu Fuss von der Seilbahnbergstation aus in circa vier Stunden zu erreichen und verfügt sogar über einen eigenen Klettergarten. Die 1999 erbaute Hütte bietet sich als Nachtquartier an, wenn es noch weiter gehen soll – zur Capanna Adula CAS bzw. Rheinwaldhorn.
Egal, wohin der Ausflug führt, zurück in Malvaglia sollte man das Dorf nicht einfach links liegen lassen. Sehenswert ist neben historischen Häusern der ehemalige lavatoio comunale. Über dem Eingang zum Gemeindewaschhaus ist noch heute zu lesen, dass nur Kleidung ohne Krankheitserreger gewaschen werden durfte; ansonsten drohte ein Bussgeld.

Empfehlung für Kunstfreunde


Kunstbegeisterte sollten sich ausserdem den ehemaligen Kindergarten anschauen. Das Gebäude ist heute der Sitz des Atelier Titta Ratti. Nach zwei Jahren der Kunstpause hat es nun wieder seine Türen für eine Ausstellung geöffnet (Samstag von 14.00 bis 17.00 Uhr, Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr). Bis Ende Oktober sind Gemälde von Pedro Pedrazzini zu sehen. Die imposanten Überreste der romanischen Kirche San Giovanni Battista in Gnosca bilden die Kulisse eines weiteren Teils der Ausstellung mit dem Titel Interioresteriore. Dort sind Bronzeskulpturen des in Minusio lebenden und arbeitenden Künstlers in die Mauern der Ruine integriert, und zwar noch bis Ende des Jahres.

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