San Carlo di Negrentino bei Leontica

Publiziert: 11 Oktober 2015

Eine gemischte Gruppe aus Deutschschweizern und Tessinern setzt sich für den Erhalt der etwa 1'000 Jahre alten Kirche an der früheren Transitroute für Nord-Süd-Reisende ein.

Die Kirche San Carlo di Negrentino lief im Laufe der Zeit immer wieder Gefahr, in Vergessenheit zu geraten. Sie besticht nicht nur durch die einmaligen Fresken, von denen das älteste auf 1050 nach Christus datiert. Neben den aussergewöhnlichen Kunstwerken im Innern und der malerischen Lage ist San Carlo von Negrentino ein Schweizer Symbol der Einheit über kulturelle und sprachliche Unterschiede hinweg. Erbaut wurde die romanische Kirche vermutlich um das Jahr 1000 nach Christus. Sie diente vor allem Reisenden als Gebetshaus. Vor eintausend Jahren noch war der Nara-Pass oberhalb von San Carlo von Negrentino eine stark genutzte Handelsroute zwischen dem Norden und dem Süden.

Früher an Transitroute – heute ab vom Schuss


Heute liegt die romanische Kirche mit ihren eindrücklichen Wandmalereien an der Fassade und in ihrem Inneren recht weit ab vom Schuss. Die schönste Art sie zu erreichen, ist über den steilen Wanderweg von Prugiasco, einem Weiler von Acquarossa im Bleniotal. Genauso wie für die Nord-Süd-Reisenden vergangener Zeiten, taucht der Glockenturm mit dem leuchtend roten Urner Stier als Erstes langsam hinter der grünen Hügelkuppe auf, wenn man sich den steilen Weg Richtung Nara-Pass emporquält. Die weitaus praktischere Route führt von oben, von der Talstation des Nara-Skigebiets in Leontica, in etwa 15 Gehminuten zur romanischen Kirche. Seit 2007 ermöglicht eine Hängebrücke über den Ri di Prugiasco diesen Zugang.

Mammutaufgabe mit Babyschritten bewältigen


Die Hängebrücke und der Urner Stier am Glockenturm sind nur die offensichtlichsten Manifestationen der Sanierungsbemühungen der letzten Jahre. Etappenweise wird die historische Kirche von einem teils aus der Deutschschweiz und teils aus dem Tessin stammenden Team saniert. Es ist eine Mammutaufgabe, welche die engagierten Freiwilligen in kleinen Schritten nach und nach bewältigen. Genauso wie vor 1'000 Jahren ist das kleine Kirchlein auf der (noch) grünen Wiese ein Treffpunkt für die Bewohner des Südens und des Nordens. Ein Ort, der über sprachliche, kulturelle und geographische Grenzen hinweg verbindet.

Info

Blenio Turismo
zona Lavorceno
6728 Olivone
+41 91 872 14 87
info@blenioturismo.ch
www2.blenio.com
www.bellinzonese-altoticino.ch
www.ticino.ch

Wann

Der Schlüssel steht in den Restaurants in Acquarossa (Rubino, Stazione, Valsole), Leontica (Bar Centrale) und bei Blenio Turismo in Olivone (siehe Adresse oben) zur Verfügung

Wo

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