In Semione auf Barbarossas Spuren

Publiziert: 14 Juni 2020

Castello – das klingt nach edlem Schloss. Und es war einst tatsächlich eine stolze Burganlage. Seine Ruinen erinnern an bewegte Zeiten und locken zur Entdeckung.

Das Castello Serravalle, dessen Ursprung auf die Zeit der Schlacht von Legnano (1176) zurückgehen soll und das erstmals im Jahr 1224 urkundlich erwähnt wurde, findet sich auf einem felsigen Hügel nördlich von Semione. Wer dort wandert – etwa auf dem Sentiero storico, der in Acquarossa beginnt –, kann die Ruinen nicht übersehen.

Gleich zweimal zerstört


Eine grosse Rolle spielte Serravalle aber schon vor 1224 – in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, als unter Kaiser Friedrich I, genannt Barbarossa, für die Italienpolitik des deutschen Reiches der Übergang über den Lukmanierpass wichtig wurde. Die Festungsanlage wurde nach der Schlacht von Legnano zerstört, lag rund 50 Jahre in Trümmern und wurde im 13. Jahrhundert von den Orelli aus Locarno wieder aufgebaut. Später hatten die Mailänder Visconti das Sagen und danach die Pepoli aus Bologna. Bis das Castello ein zweites Mal beinahe vollständig zerstört wurde.

Die Freunde der Burg


1997 wurde in Semione die "Vereinigung der Freunde des Castello di Serravalle" gegründet. Sie möchte die Bevölkerung für den historischen und kulturellen Wert der Anlage sensibilisieren, fördert einige Projekte rund ums Castello und organisiert im Sommer verschiedene Events. So findet ab dem 4. Juli in den Ruinen eine Ausstellung mit Werken von Matilde Beretta statt.

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