Publiziert: 25 Mai 2025
Die World Press Photo Exhibition in Monte Carasso präsentiert keine Fake-Welt wie auf Instagram, sondern die teils harte Realität.
Die New York Times bezeichnet die World Press Photo Exhibition als das wichtigste Ereignis im Fotojournalismus. Die Ausstellung umfasst jeweils die besten Pressebilder des vergangenen Jahres. Ausgewählt werden sie von einer unabhängigen Jury und präsentiert rund um den Globus in Städten wie London, Rio de Janeiro oder Sydney. Einen festen Platz haben sie auch im Kellergewölbe des alten Augustinerinnenklosters in Monte Carasso.
Seit Samstag, 24. Mai, können Besucher des SpazioReale in Monte Carasso die Bilder betrachten, die eindrücklich das Weltgeschehen des Jahres 2024 dokumentieren. Zum Gewinnerfoto ist ein Bild gekürt worden, das denn auch für die New York Times entstanden ist und das Leid im Krieg widerspiegelt. Es zeigt einen palästinensischen Jungen, der bei einem israelischen Angriff seine Arme verlor. Fotografiert hat ihn Samar Abu Elouf, die selbst aus Gaza kommt und auch schon für die NZZ gearbeitet hat.
In seiner Fotogeschichte dokumentiert der in Mexico City geborene Musuk Nolte die Trockenheit im Amazonasgebiet. Ein Mann steht in Shorts und Strohhut an einem scheinbar endlosen Sandstrand; in den Händen zwei Tüten. Doch faul in der Sonne liegen, den Tag am Meer verbringen, hat er nicht im Sinn. Er gehört einer Fischergemeinschaft an und will Lebensmittel zu seiner Mutter bringen. Wo er steht, fuhren früher Boote. Es ist ein ausgetrocknetes Flussbett.
SpazioReale
El Cunvént 4
6513 Monte Carasso
spazioreale@bellinzona.ch
spazioreale.ch
www.bellinzonaevalli.ch
www.ticino.ch
Preis
CHF 10.-, reduziert CHF 7.-
Die World Press Photo Exhibition geht bis zum 15. Juni und ist von Montag bis Freitag von 15.00 bis 19.00, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.